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Die Eigenschaften von Merinowolle


Merinowolle ist die Funktionsfaser der Natur, denn sie besitzt einzigartige Eigenschaften, wie keine andere Faser – ob andere Woll- oder Kunstfasern. Was die weiche Schurwolle im Einzelnen auszeichnet, woher sie kommt und welche Vorteile Merinowolle gegenüber anderer Wolle hat, erfahrt ihr hier.

Was ist Merinowolle und woher stammt sie?

Merinowolle ist eine Schurwolle, stammt also vom lebenden Merinoschaf. Diese Rasse war ursprünglich vermutlich in Nordafrika beheimatet und wird heute hauptsächlich in Australien und Neuseeland gezüchtet. Neuseeland ist auch das Herkunftsland der Merinowolle, die wir bei Kaipara verarbeiten. Merinowolle ist die feinste und weichste Schurwolle vom Schaf und daher teurer als herkömmliche Wolle. Dafür punktet sie aber auch mit einer Vielzahl von Eigenschaften, die sich im Alltag und beim Sport durch den unschlagbaren Tragekomfort mehr als bezahlt machen.

1. Thermoregulation

Bei außergewöhnlicher Anstrengung schwitzt unser Körper, um sich abzukühlen. Dank thermoregulierender Eigenschaften, das sich allen äußeren Gegebenheiten anpasst, unterstützt Merinowolle die Kühlung des Körpers. Obwohl die Oberfläche der Wollfaser Wasser abstößt (hydrophobisch = feuchtigkeitsabweisend), kann sie dennoch in ihrem Inneren bis zu 35 Prozent ihres Eigengewichtes an Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf aufnehmen (hygroskopisch = feuchtigkeitsaufnehmend). Das kühlt auf ganz natürliche Weise – ohne dass ihr die Feuchtigkeit spürt. Bei intensiver Belastung kleben beispielsweise Tank Tops nicht klatschnass am Körper. Dadurch vermindert sich die Gefahr der Verkühlung.

2. Feuchtigkeitsregulierung

Feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften einer Textilie sind ein wichtiger Faktor in der Verbesserung des Tragekomforts und der körperlichen Leistungsfähigkeit. Textilien, die darin effektiv sind, nehmen entstehenden Schweiß als Wasserdampf an der Stoffinnenseite auf und leiten ihn über die Stoffaußenseite ab. Dieser regulierende Prozess hält das Niveau von entstehender Wärme und Feuchtigkeit gering und sorgt für ein angenehmes Körperklima.  

Mit ihrer hydrophobischen Außen- und hygrophilen Innenseite haben Merinofasern genau diese Eigenschaften: Der Träger behält  stets eine gesunde Körpertemperatur. 

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3. Geruchsneutralität – "no stink"

Bekleidung aus Merinowolle bleibt über Tage hinweg geruchsneutral – selbst wenn der Schweiß aus den drei Millionen Schweißdrüsen unseres Körpers in Strömen fließt. Dafür verantwortlich ist das Wollfett (Lanolin) in der Wolle, das ein Mikroklima schafft, in dem sich Bakterien nicht wohlfühlen und nur schwer vermehren. Das Schaf schützt sich so vor Bakterien und Infektionen. Ihr habt den Vorteil, dass sich deutlich weniger Gerüche bilden. Da die Wolle auf ganz natürliche Weise antibakteriell ist, eignet sie sich hervorragend für Merino-Unterwäsche und Babybekleidung. Und auch beim Sport fühlt ihr euch weniger verschwitzt als in Bekleidung aus Kunstfasern wie Polyester. Bei mehrtägigen Bergtouren, Radreisen oder beim Camping ein wichtiger Faktor!

Übrigens: Nächtliches Auslüften genügt, um die Geruchsentwicklung weiter zu reduzieren und die Tragedauer auszudehnen. Von Merino-Unterhemden und -Unterhosen über Shirts bis zu Hoodies wird alles wieder frisch und einsatzbereit.

4. Tragekomfort: kratzfreie Wolle

Warum kratzt Merinowolle nicht? Verantwortlich dafür ist die enorme Feinheit. Das menschliche Haar hat eine Stärke von 50 - 100 Mikron. Bei Kaipara Merinowolle liegt die Stärke weit unterhalb von 27 Mikron und damit auch der Kratzgrenze. Im Gegensatz zu gröberer Schurwolle krümmen sich die elastischen Fasern der Merinowolle bei Kontakt mit der Haut. Es kommt nicht zu einem Juckreiz, sondern Merinowolle fühlt sich angenehm weich an.

Grundsätzlich gibt es folgende Qualitätsklassen:
  • ultrafine: unter 16,9 Mikron
  • superfine: 17 - 18,9 Mikron
  • fine: 19 - 21,9 Mikron
  • medium: 22 - 23 Mikron
  • strong: 24 - 25 Mikron
Für unsere Merinowolle verwenden wir ausschließlich die hautfreundlichen Qualitäten "superfine" und "fine". Diese sind auch unter dem Begriff "next to skin" bekannt.
Wer dennoch ein Jucken oder Kratzen empfindet, leidet unter einer gar nicht so seltenen Unverträglichkeit gegenüber dem Wollwachs (Lanolin) – vorausgesetzt, die Wollqualität ist ausreichend hoch, denn oft mischen sich unter die angegebenen 17,5 Mikron oder 18,3 Mikron feinen Fasern des Herstellers deutlich dickere Fasern, die dann doch auch jucken können. Hier ist der niedrige Preis oft ein erster Indikator.

Kaipara Merino Unterwäsche

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4. Isolationsfähigkeit – wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze

Merinowolle bietet einen hervorragenden Isolationsschutz gegen Kälte und Hitze, denn bezogen auf ihr Gesamtvolumen können ihre gekräuselten Fasern bis zu 85 Prozent Luft enthalten. Sie basiert somit wie das Niedrig-Energiehaus auf dem Isolationsprinzip und schafft eine gesunde und gleichmäßige Wärme.
  • So wärmt Merinowolle: Die Luft wird vom Körper auf Temperatur gebracht und da Luft ein schlechter Wärmeleiter ist, bleibt die Wärme in den Luftkammern und geht nicht nach außen an die Umgebung verloren. Durch diese Isolationsstruktur ist Merinowolle wärmer als Schurwolle. Das Prinzip kommt auch beim Schichtensystem oder Zwiebelprinzip zum Tragen. Zieht ihr mehrere dünne Schichten übereinander, wärmt das genauso gut wie eine dicke Schicht. Es kommt aber weniger zu Wärmestau und ihr könnt auf Wetteränderungen reagieren, indem ihre eine Schicht aus- oder anzieht.
  • Warm auch bei Nässe: In Verbindung mit Feuchtigkeit findet ein exothermischer Prozess statt, welcher auch Absorptionswärme genannt wird. Durch die Kollision von Molekülen wird Energie freigesetzt, was Wärme bedeutet. Je nach Faserqualität und unter der Voraussetzung, dass die Wolle Feuchtigkeit enthält, kann die Temperatursteigerung bis zu 10 Grad Celsius betragen. KIeiner Tipp: Wenn ihr in beginnenden Regen kommt und es kühler wird, dann wartet einige Minuten, bevor ihr einen Regenschutz überzieht.  
  • So kühlt Merinowolle: Das wissen die Wenigsten, denn in der Regel verbindet man mit Wolle immer nur Wärmendes. Dass es bei großer Hitze ganz besonders angenehm mit einer Wollbekleidung ist, zeigen uns seit Jahrhunderten die Nomadenstämme mit ihrem Burnus. Wie auch dieser weite Kapuzenmantel, sollte das Merino-Kleidungsstück weit getragen werden. Da die Wollfasern hygroskopisch (feuchtigkeitsaufnehmend) sind, wird die Feuchtigkeit vom Körper weggeleitet und von der Wolle aufgenommen und dort eingelagert. Jetzt entsteht die gewünschte Verdunstungskälte, denn die warme Umgebungsluft sorgt für eine schnelle Trocknung der Wolle. Da Wolle auch hier ihre isolierende Eigenschaft hat, kommt euch dies zusätzlich zugute.

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6. Pflegeleichtigkeit – so wascht ihr Bekleidung aus Merinowolle

Aufgrund ihres einzigartigen Faseraufbaus hat Merinowolle selbstreinigende Eigenschaften. Da sie Schmutzpartikel gar nicht erst anzieht, ist häufiges Waschen unnötig. Grundsätzlich aber kann unsere Kaipara Merino-Bekleidung größtenteils bei 40 Grad Celsius in der Maschine gewaschen werden, einige Artikel bei 30 Grad Celsius. Bei niedriger Temperatureinstellung ist sie bis auf wenige Ausnahmen auch für den Trockner geeignet – beachtet einfach das Pflegeetikett. Da Merinowolle eine schnell trocknende Faser ist, empfehlen wir jedoch Lufttrocknen. So schont ihr die Umwelt und das Kleidungsstück.
Bitte in keinem Fall Weichspüler verwenden und für eine optimale Pflege gönnt ihr euren Merino-Shirts, -Jacken, -Tops, -Unterwäsche & Co. bitte ein Wollwaschmittel. Für die schnelle Wäsche unterwegs geht es einfach und unkompliziert mit Haarshampoo. Lest auch unsere weiteren Tipps und Informationen, wie ihr Merinowolle waschen könnt.


7. Natürlicher UV-Schutz

Bekommen Merinoschafe Sonnenbrand? Nein! Unsere Kaipara Merinowolle hat einen natürlichen UV-Schutzfaktor von bis zu 40+. Kunstfasern und selbst andere Naturfasern können keinen vergleichbaren UV-Schutz bieten. Selbst Sonnenschutzcremes erreichen diesen Faktor nur durch Beimengung gesundheitlich äußerst bedenklicher Inhaltsstoffe. Merinowolle absorbiert Strahlen des gesamten UV-Spektrums – auf ganz natürliche Weise ohne jegliche Chemie!

8. Schwer entflammbar

Da Merinowolle sich erst bei 570 bis 600 Grad Celsius entzündet, kommt sie auch als Schutzbekleidung bei Polizei und Feuerwehr zum Einsatz. Unmittelbar nachdem die Wärmequelle entfernt wird, erlischt die Flamme. Daher müsst ihr auch beim geliebten Lagerfeuer keine Angst vor Funkenflug haben. Zum Vergleich: Die Kunstfaser Polyester, aus der Sportbekleidung häufig besteht, entzündet sich ab 485° Celsius und kann im Gegensatz zu Merinowolle auch schmelzen.

9. Antistatisch, knitterfrei und pilling-arm

Eine oft unterschätzte Belastung unseres Körpers durch Elektrosmog ist bedingt durch Bekleidung aus Kunstfasern, die sich elektrisch aufladen. Merinowolle hingegen ist antistatisch und schützt vor elektrischer Aufladung.
Ein weiteres Qualitätsmerkmal unserer Merinowolle ist, dass sie wenig anfällig gegen Pilling ist. Denn die langen Fasern, der Merinowolle verfilzen nur schwer. Eine Knötchenbildung ist somit kaum möglich. Darüber hinaus ist Merinowolle nahezu knitterfrei, das heißt, ihr müsst eure Merino-Bekleidung nicht bügeln oder glätten.

10. Natürlich und nachhaltig

Merinowolle ist ein natürlicher Rohstoff, der nachwächst und ohne Rückstände abbaubar ist. Innerhalb von nur 90 Tagen ist ein in Erde eingegrabenes Merino T-Shirt vollständig kompostiert. Somit kann es „am Ende seines Lebens" sogar noch als Gartendünger verwendet werden. Außerdem ist die Herstellung und Verarbeitung von Merinowolle sehr ressourcenschonend und somit auch immer nachhaltig.
Für die Produktion von Funktionswäsche aus Kunstfaser werden eine Vielzahl verschiedener Chemikalien verwendet. Oft kommen auch Nanofasern und Silberfäden zum Einsatz. Ausrangiert landet diese Wäsche wahrscheinlich auf der Müllkippe, wo sie dann vor sich hin rottet und die Umwelt belastet. Es liegt auf der Hand, dass diese Produktions- und Entsorgungskette mit einem enormen Energiebedarf verbunden ist.
Kaipara Merino Sportswear hat sich auf die Fahnen geschrieben, diesem Teufelskreis entgegenzuwirken. Last but not least ernährt Merinowolle zudem auch noch mehr Menschen als eine im Labor hergestellte erdölhaltige Kunstfaser.

11. Die Herstellung unserer Merinowolle ist tierfreundlich

Den Merinoschafen, die uns ihre Wolle schenken, geht es gut. Unsere Merinowolle wird nach den Vorgaben der neuseeländischen Öko-Zertifikate "ZQ-Merino" und "MAPP" produziert. Sie legen höchste Maßstäbe an den Tierschutz, von der artgerechten Haltung bis zu Schur. Wie die Schafe geschoren werden, könnt ihr übrigens hier nachlesen. Dass unsere Merino-Bekleidung auch Mulesing-frei ist, versteht sich von selbst. Beim grausamen Mulesing wird den Lämmern am Hinterteil ohne Betäubung Haut abgeschnitten, um dem gesundheitsschädlichen Einnisten von Fliegen vorzubeugen.